Für Eltern

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Für Eltern

Beitrag von Admin am 23.03.12 1:31

Unvollständig, weitere Informationen folgen

Kindererziehung und -entwicklung

Links zu Websites, die Alternativen zum herkömmlichen westlichen Erziehungsstil zeigen.
Einerseits interessant für Eltern, aber auch für uns, Betroffene, um zu sehen, wie Erziehung anders - besser - ablaufen kann und dass die Methoden unserer Eltern nicht „notwendiges Übel zur Kindererziehung“ waren.
http://www.rabeneltern.org
http://www.mit-kindern-wachsen.de
http://matriarchat.info/kinder/index.php
http://www.mutterinstinkt.net
http://www.ferbern.de

Einige englische Seiten
http://www.naturalchild.org
http://www.mothering.com
http://www.attachmentparenting.org

Artikel
"Die fundamentale Bedeutung der Mutter-Kind-Bindung für die seelische Gesundheit"
http://www.franz-ruppert.de/Vortrag_Idstein.pdf

"Die Konsequenzen des Gehorsams für die Entwicklung von Identität und Kreativität"
http://www.lptw.de/archiv/vortrag/2003/gruen_arno.pdf

"Empathie und Kooperation: Mit Real-Politik können wir nicht überleben"
http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/imperia/md/content/regufr/verwaltungundrecht/13/kongress_mai_2011_vortrag_arno_gruen.pdf


Beratung, Notrufnummern
http://bke-Elternberatung.de
(0800)1110550 Elternhilfe Deutschland (https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/Elterntelefon.htm)
http://www.familienberatung.gv.at
http://www.erziehungs-beratung.ch
http://www.svamv-fsfm.ch
0848 354555 Elternnotruf Schweiz (http://www.elternnotruf.ch/)

Buch
Auf der Suche nach dem Verlorenem Glück – Jean Liedloff (Kommentar von sophie: Dieses Buch hat mir ganz neue Sichtweisen zum Thema Kindererziehung gezeigt beziehungsweise klar gemacht, wie unnatürlich ein großer Teil der Kindererziehung in den westlichen Länder ist. Natürlich ist unsere Umwelt sehr anders als diejenige der Eingeborenen, bei welchen sie war und wir können nicht auf Ressourcen (der gesamte Stamm als Kindererzieher) zurückgreifen, die sie tun. Zudem schlagen sich unsere Kinder mit Gefahrenquellen (z.B. eine Steckdose) und anderen Problemen herum, die es für diesen Stamm nicht gibt. Instinktiv macht es dennoch für mich total Sinn, dass eine der biologischen Entwicklung angepasste Erziehungs-Grundidee korrekt sei, insbesondere auch die Behandlung des Babys/Kleinkindes (stillen, herumtragen, Familienbett). Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.)
... Familie sein dagegen sehr – RobinSkynner / John Cleese
Streiten verbindet. Spielregeln für Liebe und Ehe – Peter Wyden
Mütter und Andere: Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat – Sarah Blaffer Hrdy
Schlafen und Wachen – William Sears


Verlassene Eltern

...wenn Kinder den Kontakt abbrechen...

Wir haben hier im Forum diverse Mitglieder, die den Kontakt zu den Eltern sehr eingeschränkt oder ganz abgestellt haben.
Vielleicht bist du eine solch Mutter, ein solch betroffener Vater? Ich werde hier keine Links zu Seiten, die sich auf die Sicht der Eltern konzentrieren, stellen, keine entsprechenden Buchtipps geben. Hier wird auf die andere Sichtweise, die des ehemaligen Kindes hingewiesen.

Ich würde die (ehemaligen) Kinder, die sich zu Kontaktabbruch entschließen in drei Kategorien unterteilen:

Kinder, die von ihren Eltern emotionalen Missbrauch – und allenfalls auch körperliche oder sexuelle Gewalt – erfahren haben und sich dessen bewusst sind. Verarbeitung findet statt.
Diese Kinder haben jahrelang erfolglos versucht, mit ihren Eltern zu kommunizieren. Die Eltern streiten die Wahrnehmung des Kindes ab und versuchen dem Kind Schuldgefühle einzureden. Vorwürfe werden mit „jeder macht mal Fehler“ abgeblockt oder als Zeichen von Undankbarkeit und Egoismus des Kindes angesehen oder schlicht als Lüge angesehen. Es erfolgt keine ehrliche Entschuldigung durch die Eltern und durch die fehlende Einsicht, ändern die Eltern ihre Verhaltensweisen auch nicht.
Der Kontaktabbruch erfolgt nach langer Überlegung zum Selbstschutz, aus dem Wissen heraus, dass sich die Eltern nicht ändern werden. Manchmal wird auch als letztes Mittel eine E-Mail oder ein Brief geschrieben, in welchem das Kind den Eltern Gründe für den Kontaktabbruch angibt. Die Eltern reagieren weiterhin mit einem „ich verstehe nicht“ und „das ist nicht wahr“ auf diese schriftlich angegebene Gründe. Sämtliche vergangenen Erklärungsversuche des Kindes werden „vergessen“ und dem Kind wird vorgeworfen, es habe sich nicht um ein Gespräch bemüht, es habe nie irgendwelche Gründe angegeben.
Die Eltern suchen teilweise die Schuld in Drittpersonen wie Sektenführer – obwohl dies nicht der Wahrheit entspricht – Schwiegereltern, Ehegatte – obwohl es sich bei diesen in Wahrheit um gute, nicht-missbräuchliche Personen handelt – oder den Therapeuten. Psychische Probleme – etwa eine Depression – können ebenfalls als Erklärungsgründe dienen, im Sinn von „ah, eine Krankheit ist Schuld“ wobei ignoriert wird, dass die Depression im Rahmen der Aufarbeitung des im Elternhaus Erlebten erschienen ist. Eine besonders fiese Form der Erklärung ist es, dem Kind fälschlicherweise puren Egoismus, narzisstisches Verhalten oder ähnliches vorzuwerfen. Hierbei stellen sich die Eltern als reine Opfer des „bösen, manipulierenden Kindes“ dar während sie selber keine Schuld an irgendetwas tragen.

Kinder, die von ihren Eltern emotionalen Missbrauch – und allenfalls auch körperliche oder sexuelle Gewalt – erfahren haben und sich dessen nicht oder uneindeutig bewusst sind. Verarbeitung findet nicht statt.
Hier kommt eher die plötzliche Funkstille. Die Kinder können entweder nicht recht nennen, warum sie jetzt einen Kontaktabbruch gemacht haben oder der Abbruch geschieht aus einem scheinbar banalen Streit heraus. Es haben keine Versuche durch die Kinder für ein klärendes Gespräch zum Verhalten der Eltern in der Kindheit stattgefunden, da ihnen nicht wirklich bewusst ist, dass da etwas falsch gelaufen ist. Manchmal ist dem Kind zwar schon auch bewusst, dass Sachen vorgefallen sind, die nicht hätten sein sollen, aber dadurch, dass es sich nicht durch Therapie, Selbsthilfebücher oder ähnliches mit dem Thema befasst, wählt es den einfacheren kommentarlosen Abbruch um einen Neuanfang zu versuchen. Durch das Nicht-Bearbeiten des Ursprungproblems verharren die betroffenen Kinder dabei allerdings oft in Vorwurfsstellung den Eltern gegenüber und es gelingt ihnen nicht oder nur mässig, ein eigenes zufriedenes Leben zu führen - möglicherweise geben sie den erlebten Missbrauch unbewusst an die nächste Generation weiter.
Durch die Verweigerung des Kindes, Gründe zu nennen oder ein klärendes Gespräch zu bieten, sind diejenigen Eltern, die möglicherweise ehrliche Einsicht gezeigt hätten, benachteiligt.
Teilweise geraten die Kinder an einen missbräuchlichen Partner. Für die Eltern ist dann der „schlechte Einfluss“ des Partners Schuld am Kontaktabbruch – dabei vergessen sie aber, dass gerade die Kinder, die bei emotional missbräuchlichen Eltern aufgewachsen sind, später oft in eine missbräuchliche Partnerschaft geraten, falls sie den Missbrauch nicht aufgearbeitet haben.
Teilweise haben die Kinder unbewusst schon die Missbrauchsmechanismen der Eltern übernommen und behandeln nun ihrerseits die Eltern in abschätziger, egoistischer, manipulativer Weise. Probleme im Elternhaus waren totgeschwiegen oder durch Manipulation, Streit und Anschreien „gelöst“ worden und dies spiegelt sich nun im Verhalten zu den Eltern wieder.
Ebenso gehören Kinder, die seinerzeit zu sehr (materiell) verwöhnt wurden, denen keine Grenzen gezeigt wurden (auch eine Form des emotionalen Missbrauchs), in diese Kategorie. Sie werden erwachsen und es kommt der Punkt wo die Eltern nicht mehr bereit sind, ihnen alle materiellen Wünsche zu erfüllen. Gewohnt, immer alles bekommen zu haben, reagieren die erwachsenen Kinder mit Wut und brechen den Kontakt aus Trotz ab oder benutzen die Drohung eines Kontaktabbruchs um ihren Willen durchzusetzen.
Bei Scheidungskindern ist zudem die Entfremdung oder Druck durch einen missbräuchlichen Elternteil A möglich. Der Kontaktabbruch erfolgt also zu einem möglicherweise nicht missbrauchenden Elternteil B. Die Wahrscheinlichkeit, dass Elternteil B tatsächlich nicht missbräuchlich war verkleinert sich, je älter das Kind zum Zeitpunkt der Scheidung war. Denn das Verharren von B in einer missbräuchlichen Beziehung ist ebenso eine Missbrauchsform an sich (Nicht-Schützen des Kindes vor dem Partner) und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass B selber missbräuchliche Mechanismen entwickelt hat.

Kinder, die keinen Missbrauch erfahren haben.
Dies dürfte, die bei Weitem kleinste Gruppe sein.
Gründe für Kontaktabbruch wären etwa schwere Schicksalsschläge oder sehr schwierige Lebenssituationen sein, die den Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Daraus folgende psychische Krankheiten wie Depression führen dann dazu, dass sich die Person von der Umwelt abschottet. Der Kontaktabbruch wäre hier nicht eine spezifisch auf die Eltern gezielte Handlung – die Person würde sich auch von Freunden und Bekannten zurückziehen.


Informationen
http://www.gea.de/magazin/heimat+und+welt/kontaktabbruch+wenn+kinder+auf%20+distanz+gehen.1468201.htm
http://www.mutterinstinkt.net/es-ist-nie-zu-spat.html
http://monalisa.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/11/0,1872,5249355,00/F309/thread2651219.php
http://monalisa.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/23/0,1872,5334327,00/ML/F309/thread2975201.php
http://woman.brigitte.de/leben-lieben/familie/funkstille-1105200/
http://wissen.dradio.de/familie-von-den-kindern-verlassen.39.de.html?dram:article_id=7367 (erste Hälfte und Ende des Beitrags)

Buch
Vergiftete Kindheit: Vom Missbrauch elterlicher Macht und seinen Folgen – Susan Forward
Sie haben es doch gut gemeint - Josef Giger-Bütler
Emotionale Erpressung. Wenn andere mit Gefühlen drohen – Susan Forward
Healing the Scars of Emotional Abuse - Gregory L. Jantz / Ann McMurray
Evas Erwachen. Über die Auflösung emotionaler Blindheit – Alice Miller
Dein gerettetes Leben – Alice Miller
Das Drama des begabten Kindes – Alice Miller
Am Anfang war die Erziehung – Alice Miller
Du sollst nicht merken – Alice Miller
Wenn Mütter zu sehr lieben: Verstrickung und Missbrauch in der Mutter-Sohn-Beziehung - Karl Haag
Mit zerbrochenen Flügeln. Kinder in Borderline-Beziehungen – Manuela Rösel
Borderline-Mütter und ihre Kinder. Wege zur Bewältigung einer schwierigen Beziehung – Christine Ann Lawson

Aber eigentlich weitgehend alle in den Threads verteilten Buchtipps.

Dokumentation (Berichte der Kinder beachten)
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/2833732_gott-und-die-welt/9326436_du-bist-nicht-mehr-meine-mutter
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